Auslegungsmethoden von Antriebselementen basieren typischerweise auf genormten Richtlinien oder historisch erhobenen Katalogwerten. Dies gilt auch für Synchron-Umschlingungstriebe wie Zahnriemen, deren moderne Einsatzmöglichkeiten von zunehmender Präzision und Leistungsfähigkeit geprägt sind. Zeitgleich wird deren Lebensdauer durch vielzählige Faktoren wie Vorspannung, Drehmoment oder Umgebungstemperaturen direkt beeinflusst oder durch Varianzen der Verzahnungs-Geometrien gestört. Liegt dazu mangelhaftes, spezifisches Systemverständnis vor, resultieren ungeplante Systemausfälle oder systematische Überdimensionierungen. Im Projekt zur Zuverlässigkeitsmodellierung wird diese Problematik am Beispiel eines PKW-Lenkgetriebes adressiert. Unter Anwendung von statistischer Versuchsplanung für nicht-normalverteilte Lebensdauerdaten (L-DoE) und variablen Faktorstufen werden hierbei relevante Einflussfaktoren identifiziert, deren Systemeffekte quantifiziert und in ein anwendungsspezifisches Lebensdauermodell überführt.
Kontakt

Marco Arndt
M.Sc.Stellvertretender Bereichsleiter Zuverlässigkeitstechnik